Ersatzinvestitionen „so hoch wie nie“

Christian Weske, Geschäftsführer der Infrastrukturgesellschaft Region Hannover, präsentiert die 2025 beginnenden und anstehenden Bauarbeiten am Stadtbahnnetz Hannover; Achim Uhlenhut

Bei den für Arbeiten am hannoverschen Stadtbahnnetz für 2025 angesetzten Investitionen übersteigen erstmals die Kosten für Erneuerung und Ersatz jene für Aus- und Neubau.

Laut Christian Weske, Geschäftsführer der Infra Infrastrukturgesellschaft Region Hannover GmbH, sind die Investitionen in Ersatz und Erneuerung „so hoch wie nie“. Sie übersteigen mit rund 48,9 Mio Euro jene in Neu- und Ausbau (37,9 Mio Euro) deutlich. Zudem ist das im Februar vorgestellte Bauprogramm für 2025 recht anspruchsvoll. Gearbeitet wird an vielen Stellen des der Infra gehörenden und von ihr instand zuhaltenden Stadtbahnnetzes – an Strecken, Endpunkten und Haltestellen.

So wird Ende April die letzte, noch aus der Straßenbahnzeit stammende Wendeschleife Fasanenkrug vom Netz getrennt und dann zu einem Hochbahnsteig-Endpunkt umgebaut. Zwar fahren dort bereits seit 1976 Stadtbahnen, doch halten sie bislang an Niedrigbahnsteigen auf Gehwegniveau. Dieser Umbau wird nun angegangen und etwa eineinhalb Jahre dauern, unter anderem, weil eine mächtige Haupt-Trinkwasserleitung das Areal quert. Auch zwei frühe Hochbahnsteige des Baujahrs 1978/79 am Streckenast Vahrenheide werden komplett ab- und dann verlängert neu gebaut. Daneben läuft weiter der Neubau weiterer Hochbahnsteige, 2025 an vier Haltestellen.

Im Gleisbereich stehen mehrere Generalsanierungen mit teils mehrwöchigen Streckensperrungen an. Besonderes Vorhaben ist die Gleisund Oberbauerneuerung im Tunnel Mühlenberg, der dafür während der Sommerferien sechs Wochen lang komplett gesperrt wird. Die in zwei Abschnitten 1978 und 1999 in Betrieb genommene Anlage dient dabei auch als Test-Baustelle für anstehende Arbeiten in den Innenstadttunneln. Beispielsweise wird eine komplette Bewetterung des Arbeitsbereichs aufgebaut – in diesem Fall mit Aggregaten auf einer der zwei Tunnelrampen. Anspruchsvoll ist bei diesen Arbeiten auch die Baustellenlogistik über die andere Rampe. Etwas übersichtlicher sind Weichenerneuerungen im Innenstadttunnel, die jeweils während längerer Sperrpausen erledigt werden sollen. Dort besteht die Herausforderung in den noch auszuarbeitenden betrieblichen Ersatzkonzepten, da alle Tunnel von mehreren Linien dicht befahren sind.

Im Stadtteil Hainholz beginnen zudem die vorbereitenden Maßnahmen für den letzten Hochbahnsteigbau an der Linie 6 im Bereich des S-Bahn-Umsteigehalts Nordstadt/ Bahnhof. Dort werden „im Paket“ der mehrjährigen Bauphase eine Brückensanierung und ein Straßenumbau (Stadt Hannover), Leitungsverlegungen sowie überdies ein kompletter Bahnbrückenneubau der hochbelasteten Fernstrecken nach Bremen, Hamburg und Köln durch DB InfraGO mit erledigt. Erst danach kann der Hochbahnsteig fertiggestellt werden. (ht.)

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