BEG-Ranking zu Service-Qualität

Aufsteiger des Jahres im BEG-Ranking: das Netz Franken-Südthüringen; Foto: DB AG/Jürgen Hörstel
Demnach erreichten die 31 im Hinblick auf Service und Komfort bewerteten Regionalverkehrsnetze auf einer Skala von –100 bis +100 Punkten im Durchschnitt 31,54 Punkte. Das Ergebnis liegt leicht unterhalb des Vorjahreswerts (2023: 32,68 Punkte) und markiert – abgesehen von den nicht vergleichbaren Corona-Jahren – die dritthöchste Punktzahl seit Einführung des Messsystems im Jahr 2008. Insgesamt haben 26 Netze die Erwartungen übertroffen, fünf Netze blieben dahinter zurück.
An der Spitze steht zum fünften Mal in Folge das Netz Kahlgrund. Der Betreiber DB RegioNetz Verkehrs GmbH erreichte 100 von 100 möglichen Punkten und damit wie schon 2021 bis 2023 den Maximalwert. Die Länderbahn holte sich im Netz Regionalzüge Ostbayern (zuvor: Oberpfalzbahn/Waldbahn) mit 77,83 Punkten wieder Platz zwei zurück (Vorjahr: 60,31 Punkte, Platz sieben). Platz drei konnte die Erfurter Bahn im Netz Kissinger Stern mit 67 Punkten (Vorjahr: 65,99 Punkte, Platz drei) verteidigen.
In 16 Netzen erreichten die Betreiber Werte von mehr als 30 Punkten. Aufsteiger des Jahres: das Netz Franken-Südthüringen (zuvor: Franken-Thüringen-Express). Die Bewertungen für den Betreiber DB Regio verbesserten sich um 48,26 Punkte und so landete das Netz mit 61,84 Punkten auf Platz vier der Tabelle (2023: 13,58 Punkte, Platz 25). Ein Grund für diese überdurchschnittlich positive Entwicklung dürften laut BEG die Neufahrzeuge sein, die seit dem Fahrplanjahr 2024 eingesetzt werden. Neu in die Top Ten haben es auch das Dieselnetz Ulm und das Netz Mittelfrankenbahn (beide DB Regio) geschafft. Das Dieselnetz Ulm erreichte 52,94 Punkte und Platz acht (2023: 33,23 Punkte, Platz 18). Das Netz Mittelfrankenbahn belegt mit 48,39 Punkten Platz zehn (2023: 35,16 Punkte, Platz 16). Vor allem die Bewertungen zur Sauberkeit der Fahrzeuge innen wie außen sowie Verbesserungen bei der Fahrgastinformation hatten einen positiven Einfluss auf das Abschneiden.
In drei Netzen mussten die Betreiber im Vergleich zum Vorjahr Abzüge von mehr als 20 Punkten hinnehmen: Für die DB RegioNetz Verkehrs GmbH ging es im Netz Hohenlohe-Franken- Untermain um 29,09 Punkte zurück auf derzeit 34,59 Punkte und Platz 15 (2023: 63,68 Punkte, Platz vier). Für die Bayerische Regiobahn (BRB) bedeutet ein Abzug von 27,04 Punkten im Netz Chiemgau-Inntal nur noch 11,49 Punkte und Platz 25 (2023: 38,53 Punkte, Platz 13). Federn lassen musste die BRB zudem im Netz Ammersee-Altmühltal. 2023 noch mit 74,64 Punkten auf dem zweiten Platz, verlor das Netz ein Jahr später 21,35 Punkte. Mit insgesamt 53,29 Punkten und Platz sieben liegt es aber immer noch im oberen Tabellendrittel (2023: 74,64 Punkte, Platz zwei). Wesentlichen Einfluss auf die schlechteren Bewertungen hatten insbesondere Kriterien wie die Raumtemperatur und die Funktionsfähigkeit der WCs. Aber auch die Fahrgastinformation sowie die Sauberkeit wurden häufiger bemängelt.
Viel Verbesserungspotenzial gebe es auch bei zwei Netzen am Ende der Rangliste: Auf Platz 30 landete das Netz Expressverkehr Ostbayern Los 2 (Die Länderbahn, RE 25 München–Prag) mit –24,71 Punkten. Das Schlusslicht bildet das Netz Expressverkehr Ostbayern Los 1 (DB Regio, Linie RE 2 München–Hof) mit –30,00 Punkten. Beide Netze sind aus dem früheren Netz Alex hervorgegangen, das 2023 am schlechtesten abschnitt. (mab)