Ruhrbahn-Wasserstoffbusse starten
Im Jahr 2021 wurde beschlossen, bei künftigen Busbeschaffungen auf Wasserstoff als Antriebstechnologie umzusteigen. Die Umsetzung erfolgt dabei in zwei Phasen: In der ersten Phase wurden für Essen und Mülheim 19 Busse bestellt, davon sind neun bereits ausgeliefert, zehn weitere folgen bis Mitte 2025. Bevor ab 2026 in der zweiten Phase die vollständige Umstellung auf Wasserstoff beginnt, ist eine Überprüfung des Vorgehens sowie eine erneute Befassung der Gremien vorgesehen. In den kommenden Wochen nimmt die Ruhrbahn nun entsprechend der ersten Phase die ersten neun Wasserstoffbusse in Betrieb. Ab dem 17. März 2025 haben diese ihre Testfahrten gestartet.
Die neuen Fahrzeuge – insgesamt zehn Gelenkbusse des Typs Urbino 18 hydrogen sowie neun Solobusse Urbino 12 hydrogen von Solaris – setzen laut Ruhrbahn neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit und Fahrgastkomfort. Dank ihres elektrischen Antriebs mit Asynchronmotoren und Brennstoffzellen sind sie nicht nur emissionsfrei unterwegs, sondern bieten mit einer Reichweite von rund 350 km pro Tankfüllung „eine hohe betriebliche Flexibilität“. Ein Wasserstoff- Solobus kostet rund 720.000 Euro; die Beschaffung der 19 Fahrzeuge wird mit 4,8 Mio Euro durch das nordrhein-westfälische Verkehrsministerium gefördert.
Die Busse sind voll klimatisiert und mit einer CO2-Wärmepumpentechnik ausgestattet. Für Sicherheit sollen unter anderem ein Notbremsassistent, ein Abbiegeassistent und ein Kamera-Monitor-System mit Rundumdarstellung sorgen. Ein Notrufsystem gewährleistet zudem den Kontakt zur Leitstelle im Ernstfall. (mab)